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Re: Kopisten am Werk
geschrieben von: Das Schwarze Phantom ()
Datum: 06. März 2022 10:30

Zu den Nebenfiguren noch ein paar Nachzügler:

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Re: Kopisten am Werk
geschrieben von: Das Schwarze Phantom ()
Datum: 13. März 2022 11:15

Zur Abwechslung wieder mal die Analyse einer kompletten Geschichte: diesmal "Tiere aus aller Welt" (MM 1/90 resp. MM 13/18) von Don Rosa.

Don Rosa kopiert nicht immer strichgenau, sondern wandelt die Posen oft ein bißchen ab, was sich besonders bei Tick, Trick und Track bemerkbar macht. Es war daher bei dieser Geschichte nicht möglich, alle Bilder lückenlos zu identifizieren.

Was man jedenfalls feststellen kann, ist Don Rosas Fokussierung auf die frühen 50er Jahre von Barks.

Tiere aus aller Welt_1
Tiere aus aller Welt_2
Tiere aus aller Welt_3
Tiere aus aller Welt_4
Tiere aus aller Welt_5
Tiere aus aller Welt_6
Tiere aus aller Welt_7
Tiere aus aller Welt_8
Tiere aus aller Welt_9
Tiere aus aller Welt_10
Tiere aus aller Welt_11
Tiere aus aller Welt_12
Tiere aus aller Welt_13
Tiere aus aller Welt_14
Tiere aus aller Welt_Anhang

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Re: Kopisten am Werk
geschrieben von: Das Schwarze Phantom ()
Datum: 19. März 2022 13:45

Ein weiterer Künstler, der sich stilistisch an Barks ausgerichtet hat, ist Marty Greim. Von ihm stammt die Geschichte "Treffen mit Treti" (SSS 6)*), und dies ist offenbar auch seine einzige Story.

Sieht man die Geschichte zum ersten Mal, dann kommt einem auf Anhieb alles bekannt vor. Jedes Bild, jede Pose, kann man sofort einer Barks-Geschichte zuordnen - so glaubt man jedenfalls. Doch der Schein trügt! Es ist nämlich alles andere als einfach, die zugehörigen Barks-Panels zu identifizieren. Zwar verwendet Greim im Grunde die gleichen Stilmittel wie andere Kopisten, also Spiegelungen, Zoom-Effekte, Abwandlungen diverser Details wie Gliedmaßen oder Pupillen. Hinzu kommt bei ihm jedoch noch eine Art "Patchwork-Technik", d.h. seine Figuren rekrutieren sich oft aus unterschiedlichen Barks-Bildern. Da kann etwa der Rumpf einer Figur aus Barks-Story A stammen, ihr Kopf dagegen aus Barks-Story B. Eine Besonderheit, die das Identifizieren ungleich schwieriger macht.

Weiter erschwerend kommt hinzu, daß Greim hinsichtlich des Barks-Materials keine Schwerpunkte setzt, sondern eigentlich das komplette Barks-Spektrum von den späten 40ern bis Mitte der 60er Jahre ausbeutet.

Die genannten Gründe bringen es mit sich, daß die nachfolgende Analyse mit 34 Seiten ziemlich ausladend ausgefallen ist, umfaßt Greims Story doch nur ganze zehn Comic-Heft-Seiten.

Interessant auch, daß die Hauptfigur der Geschichte - der Yeti namens "Treti" - eine Adaption des Barks'schen Gnixen-Königs darstellt.

Treffen mit Treti_1
Treffen mit Treti_2
Treffen mit Treti_3
Treffen mit Treti_4
Treffen mit Treti_5
Treffen mit Treti_6
Treffen mit Treti_7
Treffen mit Treti_8
Treffen mit Treti_9
Treffen mit Treti_10
Treffen mit Treti_11
Treffen mit Treti_12
Treffen mit Treti_13
Treffen mit Treti_14
Treffen mit Treti_15
Treffen mit Treti_16
Treffen mit Treti_17
Treffen mit Treti_18
Treffen mit Treti_19
Treffen mit Treti_20
Treffen mit Treti_21
Treffen mit Treti_22
Treffen mit Treti_23
Treffen mit Treti_24
Treffen mit Treti_25
Treffen mit Treti_26
Treffen mit Treti_27
Treffen mit Treti_28
Treffen mit Treti_29
Treffen mit Treti_30
Treffen mit Treti_31
Treffen mit Treti_32
Treffen mit Treti_33
Treffen mit Treti_34
Treffen mit Treti_Anhang-1
Treffen mit Treti_Anhang-2




__________________________
*) SSS = Super-Sommer-Spaß

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Re: Kopisten am Werk
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 20. März 2022 04:46

Boah ey! Alda, ich hab' nur ein paar Seiten angeguckt, aber der letzte Beitrag über den Barks-Kopisten Greim allein ist schon 'ne kleine Diß.

Bleib am Ball mit dem Sibirer. Vielleicht wird das doch noch was mit dem Doktor der Theologie.

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Re: Kopisten am Werk
geschrieben von: Das Schwarze Phantom ()
Datum: 26. März 2022 13:20

Bislang ging es in diesem Thread um das Kopieren von Haupt- und Nebenfiguren, von Szenarien und Utensilien - kurzum: es ging um visuelles Kopieren.

Im folgenden wollen wir uns einer weiteren Art des Kopierens zuwenden, nämlich dem textuellen Kopieren. Diverse Übersetzer der Post-Fuchs-Ära haben gerne auf das Sprachgut von Erika Fuchs zurückgegriffen. Dabei geht es weder um Klassiker-Zitate noch um Sprichwörter, sondern um griffige Sentenzen, die dem Leser der damaligen Zeit im Ohr geblieben sind.

Beispielsweise:
Keine Einladung, sondern ein Befehl


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Re: Kopisten am Werk
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 26. März 2022 18:15

Liebes Phantom, erwägst Du, den hier ausgesponnenen und noch auszuspinnenden Stoff als fettes Sonderheft zu veröffentlichen? "Nach meinem Dafürhalten" wäre dies die größte Sensation des dritten Jahrtausends.

In Deinem ersten Beitrag in diesem Faden weist Du auf mehrere Veröffentlichungen in ferner Vergangenheit hin. Aber das Zeug ist längst vergriffen, und der meiste hier ausgesponnene und noch auszuspinnende Stoff ist darin wohl auch gar nicht enthalten.

Ich bin ein Mensch des analogen Zeitalters. Gutenberg steht für mich über Gates. Gut ist's, etwas ins Netz zu stellen, noch besser ist's, es zwischen zwei Buchdeckel zu pressen. Wissen ist wirklich, wenn man es anfassen und im Regal verstauben lassen kann.

Wer kann schon sagen, ob es das Schwarze Brett in hundert Jahren noch gibt. Öl und Gas sind endlich, und der Erdball trägt keine ins Unendliche anwachsende Menschheit. Vielleicht ist der schöne Budenzauber mal vorbei, und dann geht's zurück auf die Bäume. Aber das Sonderheft, einmal gedruckt, kann man dorthin mitnehmen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.03.22 18:16.

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Re: Kopisten am Werk
geschrieben von: Das Schwarze Phantom ()
Datum: 03. April 2022 14:18

Was ficht dich an?


@Coolwater: Gute Idee, aber ob sich das umsetzen ließe?!? Würde man alle Beispiele von diesem Thread zu Papier bringen, käme ein Werk in Brockhaus-Stärke heraus. Allein "Der Gespensterschatz" ist schon sehr raumfüllend ...

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Re: Kopisten am Werk
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 03. April 2022 20:52

Quote
Das Schwarze Phantom
@Coolwater: Gute Idee, aber ob sich das umsetzen ließe?!? Würde man alle Beispiele von diesem Thread zu Papier bringen, käme ein Werk in Brockhaus-Stärke heraus.

Ein Brockhaus-Band oder der gesamte Brockhaus in dreißig Bänden? winking smiley

Ich tät's so oder so nehmen, mit Kußhand, aber ich sehe ein, daß es Umsetzungserschwernisse gibt. In der Form, wie Du es hier darreichst, ist es für mich nicht leicht einschätzen, wie viele Seiten das alles als Druckwerk beanspruchte, und ich weiß auch nicht, wieviel Du hier noch ausrollen wirst.

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Re: Kopisten am Werk
geschrieben von: Das Schwarze Phantom ()
Datum: 10. April 2022 10:25

Eigene Mutter erkennt mich nicht


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Re: Kopisten am Werk
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 10. April 2022 23:48

Hmm… das ist eine andere Art des Kopistentums. Bisher ging's um Zeichner, die von Barks kopierten, jetzt kommen Texter, die von Fuchs kopierten, hinzu.

Auf Fuchs-Kopien oder besser -Hommagen stößt man in den Übersetzungen immer wieder. Zwei Fuchs-Hommagen aus dem aktuellen TGDD (Duell der Besserwisser von Kari Korhonen; Übersetzer: Gerd Syllwasschy):





Und eine Barks-Hommage in der Geschichte:



Das Vorbil:


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Re: Kopisten am Werk
geschrieben von: Das Schwarze Phantom ()
Datum: 12. April 2022 12:55

Quote
Coolwater
Hmm… das ist eine andere Art des Kopistentums. Bisher ging's um Zeichner, die von Barks kopierten, ...

Stimmt so nicht! Ich hatte auch viele Beispiele präsentiert, in denen von anderen Zeichnern wie z.B. Murry, Strobl oder Vicar kopiert worden ist.

Hier nochmal das Beispiel mit den Heringen (wäre demnächst sowieso gekommen) - allerdings in besserer Bildqualität:


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Re: Kopisten am Werk
Datum: 13. April 2022 15:28

Stimmt das eigentlich mit den Heringen?

------------------------
Frieden für die Ukraine!

Grkztrrrschwrzkajaaaa!

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Re: Kopisten am Werk
geschrieben von: Das Schwarze Phantom ()
Datum: 13. April 2022 15:41

Die beiden Zitate widersprechen sich ja diametral. Da kann man eh nicht sagen, ob eines zutreffend ist. confused smiley

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Re: Kopisten am Werk
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 13. April 2022 16:28

Ahnungslose Süßwassermatrosen. Eingestanden, ich weiß auch nicht, ob die Weißwurst in Wien fetter ist als die Weißwurst in München.

Bei einem der Werke, die Donald in dem Barks-Fuchs-Bericht gerade simultan studiert, handelt es sich möglicherweise um Technologie der Fischverarbeitung von Prof. Manfred Tülsner und Prof. Maria Koch. Dort heißt es auf Seite 28: "Bei Ostsee-Hering wird die Nachfrage gegenüber Nordsee-Hering zum Teil eingeschränkt durch den geringen Fettgehalt (fünf bis acht Prozent) ..." [books.google.de]

Ob's der olle Kopist Syllwasschy als augenzwinkernden Twist für Eingeweihte bewußt verdreht oder ob er's einfach nur verbockt hat – keine Ahnung.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.04.22 16:29.

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Re: Kopisten am Werk
geschrieben von: K. ()
Datum: 13. April 2022 16:56

>Stimmt das eigentlich mit den Heringen?

Etwa 12 Sekunden in Google (bin aber nicht im Training):

Quote

"The small-sized herring in the inner parts of the Baltic Sea, which is also less fatty than the true Atlantic herring (Clupea harengus harengus), is considered a distinct subspecies, "Baltic herring" (Clupea harengus membras)"

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Re: Kopisten am Werk
geschrieben von: Das Schwarze Phantom ()
Datum: 13. April 2022 17:28

Quote
Coolwater
Ahnungslose Süßwassermatrosen.
Tja - im Chiemsee gibt's nun mal keine Heringe. Wie soll man sich auch mit so was Norddeutschem auskennen?!? tongue sticking out smiley

Quote
Coolwater
Ob's der olle Kopist Syllwasschy als augenzwinkernden Twist für Eingeweihte bewußt verdreht oder ob er's einfach nur verbockt hat – keine Ahnung.
Vielleicht wollte er einfach nur Mac Moneysac als Ignoranten hinstellen. cool smiley

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Fettgehalt der Heringe Nord- Ostsee
geschrieben von: duck313fuchs ()
Datum: 13. April 2022 19:20

Grundlegend ist zu diesem Problem und der Diskussion zu sagen, dass in Entenhausen der Nordseehering fetter ist als der Ostseehering.
So berichtet Barks/Fuchs eindeutig und das ist für uns Donaldisten deshalb eine Tatsache.
Wenn irgendein Geschichtenschreiber oder Märchenerzähler irgendeiner erfundenen Comicfigur eine andere Aussage in den Mund legt, ist das für uns Donaldisten schlichtweg unbeachtlich!

Die andere Frage ist, ob die Realität aus Entenhausen auch bei uns zutrifft.
das mag erforscht werden.
Hierzu ein kleiner Hinweis:
[www.fatsecret.de]
[www.fatsecret.de]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.04.22 19:21.

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Re: Fettgehalt der Heringe Nord- Ostsee
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 13. April 2022 19:37

Quote
duck313fuchs
Die andere Frage ist, ob die Realität aus Entenhausen auch bei uns zutrifft.

Erregender als die Heringsfrage finde ich die, ob in unserer Welt schon mal jemand ausgerechnet (oder gar vor Ort selber gemessen) hat, wie viele Tropfen Wasser innerhalb einer Woche über den Rheinfall von Schaffhausen fallen. Dann wüßte man, ob man sich unter dem gewässerkundlichen Gegenstand "Rheinfall von Schaffhausen" im Anaversum etwas denken darf, was in der Größenordnung dem Gegenstand gleichen Namens in unserer Welt entspricht. Mir kommt diese Zahl, die Donald unter Berufung auf Wässer der Erde, Band IV nennt, einfach ungeheuer vor. Aber wahrscheinlich sind es auch bei uns "sehr viele" Tropfen, die in der Woche rheinfallen ...

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Re: Kopisten am Werk
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 13. April 2022 20:12

Okay, Rheinfallfrage selber ergründet.

Laut hier rheinfallen bei uns im Sommer 600.000 und im Winter 250.000 Liter Wasser pro Sekunde. Mittelwert: 425.000 Liter Wasser pro Sekunde. Macht mal sechzig mal sechzig mal vierundzwanzig mal sieben nach Adam Riese pro Woche 257.040.000.000 Liter. Laut hier befinden sich in einem Liter Wasser 217.400 Wassertropfen. Macht – wenn ich mich bei alledem nirgendwo vertippt habe und laut Gugel-Rechner – bei uns pro Woche 5.5880496e+16 rheinfallende Tropfen Wasser. Wie man diese Zahl in Worte faßt, weiß ich nicht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.04.22 20:14.

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Re: Kopisten am Werk
geschrieben von: Das Schwarze Phantom ()
Datum: 17. April 2022 15:58

Lobpreisungen von Kunstwerken


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