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Re: Entenhausen Edition oder Barks Library
geschrieben von: Theodora Tuschel ()
Datum: 01. November 2021 13:41

Genau. Sehr schöne Bände. Ich habe gerade ein paar angesehen. Der Text ist unterschiedlich: mal Fuchs I, mal Fuchs II. Möglicherweise auch mit kleinen redaktionellen Eingriffen, das weiß ich nicht.

Sehr gut für Einzelfragen ist BarksBase [www.barksbase.de]. Da ist die Textversion immer angegeben. Leider seit 2002 nicht weitergeführt.

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Re: Entenhausen Edition oder Barks Library
geschrieben von: Der Sumpfgnom ()
Datum: 01. November 2021 14:24

Ja, ich meinte die Reihe mit den 58 Alben.

Auf die Barksbase hätte ich auch kommen können. :-)

Ende der 90er erschienen auch einige sehr schöne Comic-Bände mit dem Titel "Barks Classics" (nicht zu verwechseln mit der LTB-Reihe) - leider nur 4 Bände. Aber mit vielen Geschichten, da die Bände mit fast je 200 Seiten sehr dick waren. Das besondere hierbei war, dass alle Lautworte in Deutsch abgedruckt wurden - und nicht wie in der BL in Englisch. Und es war eine hervorragende Druckqualität. M.E. sind dies die einzigen Barks-Bände aus "neuerer Zeit", die diese Qualität aufweisen.

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Re: Entenhausen Edition oder Barks Library
geschrieben von: Beppo ()
Datum: 01. November 2021 16:11

> Auf die Barksbase hätte ich auch kommen können. :-)

So sehr ich Gerd Syllwasschy schätze, ich glaube ihm nicht alles. Wenn er F2 schreibt, dann weiß er vielleicht nicht immer genau, ob die Bearbeitung von Doc Fuchs oder der Redaktion erfolgte. Wenn Ehapa die Fuchs-Manuskripte überhaupt aufgehoben hat, dann ist womöglich Diverses beim Umzug nach Berlin verschwunden.

Grunz!
Beppo

Ein Kojote ist und bleibt ein Hühnerdieb!

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Re: Entenhausen Edition oder Barks Library
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 01. November 2021 16:25

Quote
Coolwater
Im Augenblick sehe ich die vollständige CBC nur auf Ebay Kleinanzeigen angeboten, da aber gleich zweimal, für 2.350 und für 2.500 Euro: [www.ebay-kleinanzeigen.de]

Hier wird die CBC auch noch für 2.500 Euro angeboten, mit dem Barks-Nackedei-Schinken (Buchhandelspreis: 90 Euro) als "Bonus": [www.jlcomicart.de]

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Re: Entenhausen Edition oder Barks Library
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 01. November 2021 16:39

Im übrigen würde ich jedem mit einem unstillbaren Verlangen nach dieser Ausgabe raten, die CBC irgendwo nur als Ganzes an Land zu ziehen. Sich die zehn Schuber einzeln aus verschiedenen Ecken zusammenzukaufen dürfte angesichts des spärlichen Marktangebots zum Blut-Schweiß-und-Tränen-Trauerspiel geraten. Zwar kriegt man die Schuber eins und zwei noch für den ursprünglichen Preis von je 149 Euro im Handel, aber bei allen anderen sieht die Angebotslage zur Zeit sehr düster aus. Hier ist ein einzelner Schuber, die Nummer fünf, wahrhaftig für 555 Euro verkauft worden: [www.galerie-muehlenhof.de]

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Re: Entenhausen Edition oder Barks Library
geschrieben von: Theodora Tuschel ()
Datum: 01. November 2021 17:28

Das primäre Ziel der BarksBase war sicher nicht ein genauer Textvergleich. Ich habe ein Beispiel gefunden, wo der Fuchstext in den Klassik Alben redigiert worden ist: "Der Himmelsschreiber" WDC 194.

Bei diesen Panels ist Fuchs 1 (in MM 15/19957 und in BL-WDC 31 wie abgebildet) textgleich mit Fuchs 2 (in TGDD 19). Abweichend im Klassik Album 21.





Redigiert in Klassik Album 21:





Die Änderung ist nicht glücklich, meine ich, aber verglichen mit der gegenwärtigen Fuchstextverhunzung noch verzeihlich. Da war Dorit Kinkel Chefredakteurin, die hat den Fuchstext in der Regel geschützt. Im Original steht übrigens "smog". Da ist "Rauchbekämpfung" wesentlich besser, passt auch besser zur Handlung. Und die Umkehrung "Ich bin ..." statt "Bin ich ..." nimmt Dagoberts Antwort ihre Spontaneität. Also insgesamt eine Verschlimmbesserung.

Nachtrag: Was dabei herauskommt, wenn man unbedacht an Fuchstexten rummacht, sieht man auch in KA 21. Nach den schrecklichen Himmelsbildern ruft Dagobert verzweifelt: "Natürlich bin ich für Rauchbekämpfung, wenn's gewünscht wird." In KA 21 ruft er zusammenhanglos: "Natürlich bin ich dafür, wenn's gewünscht wird." Wenigstens ist die Fuchsische Glanzleistung "Ich bin überhaupt für alles, was gewünscht wird, nur nicht für Steuererhöhung" erhalten geblieben. Da steht im Barks-Text ein langweiliges "I want to apologize to everybody for the smoke". Ach, Erika! Großartige Erika!
Außerdem fehlt in KA 21 im Startbild die "Labbi-Suppe", die in MM, TGDD und BL vorhanden ist. "Ajax Soup" bei Barks, auch nicht soo toll.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.11.21 17:49.

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Re: Entenhausen Edition oder Barks Library
geschrieben von: Beppo ()
Datum: 02. November 2021 08:01

Ich glaube, die Diskussion hat ergeben: Es gibt keine optimale Barks/Fuchs-Edition. Es ist wie mit den Canterbury Tales. Man kann nur spekulieren, was wirklich im Original stand. Man muss sich die Sammlung nach eigenem Ermessen zusammenstellen.

Die Classic Edition und die Entenhausen Edition sollte man aber vermeiden. Die sind toxisch.

Grunz!
Beppo

Ein Kojote ist und bleibt ein Hühnerdieb!

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Re: Entenhausen Edition oder Barks Library
geschrieben von: Kassenwart ()
Datum: 02. November 2021 19:26

Quote
Beppo
Die Classic Edition und die Entenhausen Edition sollte man aber vermeiden. Die sind toxisch.

Werter Beppo,
Ich stimme mit Dir überein, dass es keine optimale Barks/Fuchs-Edition gibt. Wobei ich immer denke, wenn Frau Dr. Fuchs ihre eigene Übersetzung überarbeitet, ist das legitim. Die aktuellen Überarbeitungen sind aber verfälschend, unnötig und verwerflich im historischen Sinne und auch im Sinne der Berichte oft idiotisch! Das regt mich auch auf! Und ja, für Donaldisten sind sie für Forschungszwecke nicht verwendbar.

Aber: Sie sind nicht toxisch! Ich liefere die Classic Edition an meine Kinder und meine Enkelin (in den USA - was für ein Widerspruch: "Bring Carl Barks home again" - , denn in den USA gibt es kaum noch Carl Barks Comics), damit sie überhaupt umfassenden Kontakt mit dem Werk von Carl Barks erhalten. Und insofern denke ich, dass der Mehrgewinn, die Berichte kennenzulernen, gegenüber den rel. wenigen Spachverfälschungen immer noch überwiegt. Deswegen bin ich Egmont/Ehapa auch dankbar, dass es für rel. kleines Geld überhaupt die Möglichkeit gibt, das Gesamtwerk kennenzulernen. Das sollte man nicht unterschätzen und nicht alles vom hohen und geliebten Ross des Donaldisten verurteilen.

Grüße
Der Kassenwart

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Re: Entenhausen Edition oder Barks Library
geschrieben von: Theodora Tuschel ()
Datum: 02. November 2021 23:24

Klar, das sind die unterschiedlichen Standards. Man muss das im Zusammenhang sehen, genau wie die Fuchstexte. Kommt immer drauf an, was man will. Da gibt es keine alleinseligmachende Lösung. Ich verstehe sogar die Disney-Egmont-Ehapa-Leute mit dem, was sie wollen. Aber das sind halt nicht die Standards von Donaldisten-Barksisten-Fuchsisten. In solchen Fragen muss man sich seines eigenen Standards bewusst sein. Völlig o.k., Kinder mit Barks-Geschichten zu versorgen, auch wenn es nur ein verwässerter Fuchstext ist. Aber nicht Kinder, die donaldistisch tätig werden wollen.

Kurioserweise erinnert die Diskussion mich an Bibelübersetzungen. Das ist natürlich ein ganz anderer Fall, weil es da keine bekannte Originalfassung gibt. Aber im Effekt ähnlich: je moderner der Text gefasst wird, desto mehr verliert er an Wirkung. Ich habe vor Jahren mal eine Karfreitags-Veranstaltung gemacht und dafür einen alten Luther-Text verwendet (nicht den ersten, aber einen recht alten). Von dieser drastischen Sprache, gut gesprochen von einem Schauspieler, war das Publikum fasziniert. Kein moderner Text hätte das hingekriegt. So ähnlich ist es mit den Fuchstexten. Es sind alte Texte zu gegenwärtigen Problemen, genau wie die Geschichten aus Entenhausen. Wenn man die modernisiert, um sie der heutigen Zeit anzupassen, kommt Blödsinn bei raus.

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Re: Entenhausen Edition oder Barks Library
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 03. November 2021 02:01

Quote
Theodora Tuschel
Völlig o.k., Kinder mit Barks-Geschichten zu versorgen, auch wenn es nur ein verwässerter Fuchstext ist. Aber nicht Kinder, die donaldistisch tätig werden wollen.

Ist nur bei einem donaldlesenden Kind a bisserl schwierig zu sagen, ob aus dem mal ein Donaldist wird … winking smiley

Unter den im deutschsprachigen Raum herumstromernden Barksberichten sind die für Kinder gefährlichsten nicht, da hat der Kassenwart recht, die laufenden Billigausgaben mit den jetzt zensurverwundeten Fuchstexten, sondern die großen weißen Melzer-Bände aus den siebziger Jahren mit den völlig verhauenen Chotjewitz-Übersetzungen (nicht vom Urbarks, sondern aus dem Italienischen!). Als die Melzer-Bände herauskamen, war eine ganze Reihe wichtiger Barksberichte über Jahre ja nur mit Chotjewitztext zu haben!

Auch ich habe als Kind die großen weißen Bände viel gelesen, die Kinderabteilungen der Büchereien, die ich aufzusuchen pflegte, waren mit ihnen gut bestückt. Aber es waren dann schon – Gnade der späten Geburt! – die Neuausgaben von Ehapa aus den achtziger Jahren mit Fuchstext. Die Melzerbände mit dem Chotjewitztext schwirrten zu meiner Zeit in den Kinderabteilungen auch noch herum, aber ich war bereits mit Fuchs geimpft und konnte mir die gleichen Berichte, was ich dann und wann gerne tat, als eine Art psychedelischer Trip mit dem so seltsam, so fremd klingenden Chotjewitz-Sound gefahrlos reinziehen. Allein Ich Onkel Dagobert 2 ist meines Wissens nie von Ehapa neu vom Stapel gelassen worden, aber auch die Berichte darin lernte ich schon als Knabe übers TGDD mit Fuchstext kennen – mit Ausnahme freilich von Der Schatz des Marco Polo, das überhaupt erst Mitte der Neunziger mit Fuchstext in Deutschland veröffentlicht worden ist.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.11.21 03:32.

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Re: Entenhausen Edition oder Barks Library
geschrieben von: Beppo ()
Datum: 03. November 2021 07:20

> Deswegen bin ich Egmont/Ehapa auch dankbar, dass es für rel. kleines Geld überhaupt die Möglichkeit gibt, das Gesamtwerk kennenzulernen.

Gutenberghus/Ehapa/Melzer haben von Anfang an mehr verfälscht, als nötig gewesen wäre. Für ca. zehn Prozent dieser Fälschungen habe ich sogar Verständnis.

Die Winzer aus der Ostmark haben vor 1985 fassweise Frostschutzmittel in ihren Rebensaft gekippt. Das hatte nachvollziehbare ökonomische Gründe. Der Wein hat vorzüglich geschmeckt. Aber dankbar muss man ihnen dafür nicht sein.

Grunz!
Beppo

Ein Kojote ist und bleibt ein Hühnerdieb!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.11.21 14:07.

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