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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 03. August 2022 15:42

In Kiel kann man sogar in "Entenhausen" wohnen: [planetofhotels.com]

Ist mit drei Maus-Bildern überm Sofa freilich nur was für hartgesottene Donaldisten. Hoffentlich ist die Minibar gut gefüllt. winking smiley

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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: Beppo ()
Datum: 03. August 2022 18:25

> ... und bei Papendorf: [www.google.de

Gleich um die Ecke ist der "Storchenpflegehof".

Grunz!
Beppo

Ein Kojote ist und bleibt ein Hühnerdieb!

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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: ju313 ()
Datum: 03. August 2022 21:12

Ich habe 1-2 Tage nicht aufs Schwarze Brett geschaut und schon überschlagen sich die Ereignisse winking smiley. Auf jeden Falls herzlichen Dank an Coolwater, dass er sich so reingebissen hat. Bin gespannt, ob es von Amtssseite eine Antwort gibt.

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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 04. August 2022 12:24

Bereits eine – eher knapp gehaltene – Antwort auf meine Anfrage erhalten:


Sehr geehrter Herr Coolwater,

in Hessen gibt es keine Gemeinde mit dem Namen "Entenhausen". Auch aus der Zeit der Gebietsreform in den 1970er Jahren ist ein Ort mit diesem Namen nicht bekannt.

Sie können sich aber gerne an das Hessische Landesarchiv in Wiesbaden als zentrale Anlaufstelle zu allen Fragen der hessischen Geschichte wenden:

E-Mail: wiesbaden@hla.hessen.de.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag



Vielleicht wende ich mich. Kostet mich nicht viel, den Text, vielleicht ein bißchen umgemodelt, noch mal abzusenden.

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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: Der Sumpfgnom ()
Datum: 04. August 2022 16:35

Um nochmal auf das Foto zurückzukommen:

Es wird ja im Zusammenhang mit Don Rosas Buch "I still get chills" angeboten. Angeblich handelt es sich in diesem Fall um eine Spezialausgabe von 22 (+3) Exemplaren. Stimmt das denn?

Mir sind nämlich nur drei Ausgaben bekannt:
1. das normale Buch,
2. das Buch mit Signatur,
3. das Buch mit Signatur und Erwähnung von diversen Leuten (sog. ehrenvolle Erwähnung). Von letzterem gibt es vermutlich 158 Exemplare, denn ich besitze die Nr. 33/158.

Von einer Spezialausgabe mit Foto weiß ich nix. Ist die wirklich regulär?

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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: ju313 ()
Datum: 04. August 2022 21:41

Nun ja, die „Spezialausgabe" wird von Stefan Brenner angeboten (ebay und Comic-Spielzeug-Seite). Das ist sein Manager. Insofern ist das seriös.

Scheinbar ist aber nur das Bild zusätzlich in das Buch geklebt und auf der gegenüberliegenden Seite ein Aufkleber, dass es von dieser Ausgabe nur 22 Exemplare gibt.

Ich gehe davon aus, dass er von Don Rosa die Zustimmung eingeholt hat. Insofern ist das schon regulär, aber kein wirklicher Mehrwert. Vielleicht würde ich die Ausgabe sogar kaufen, aber ich habe schon die Normalausgabe und würde sie nicht zusätzlich kaufen.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.08.22 22:36.

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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 05. August 2022 14:35

Noch mal zu dem Ortsschild (oder "Ortstafel", wie es wohl amtsdeutsch richtig heißt): Aus dem Schild ergibt sich doch (zwingend?), daß dieses angebliche Entenhausen eine eigenständige Gemeinde gewesen sein soll. Als Teil einer größeren Gemeinde müßte (?) auf einer solchen gelben Ortstafel unter "Entenhausen" doch kleiner drunterstehen: "Gemeinde Soundso" oder ähnlich. Oder?

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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: Der Sumpfgnom ()
Datum: 05. August 2022 15:23

Quote
Coolwater
Als Teil einer größeren Gemeinde müßte (?) auf einer solchen gelben Ortstafel unter "Entenhausen" doch kleiner drunterstehen: "Gemeinde Soundso" oder ähnlich. Oder?

Guter Hinweis. Hätte man auch eher drauf kommen können. smiling smiley Auf einem Ortsschild stehen immer der Name der Gemeinde und des Verwaltungsbezirks. Es sei denn, die Gemeinde ist selbst der Verwaltungsbezirk.

Ich wohne z.B. in der Gemeinde Hiddenhausen im Ortsteil Schweicheln. Also steht hier auf den Schildern zunächst der Ortsteilname in großer Schrift, dann etwas kleiner Gemeinde Hiddenhausen und dann Kreis Herford.

In Herford steht zunächst der Name des Ortsteils, dann Stadt Herford, aber kein Name eines höheren Verwaltungsbezirks, da Herford die Kreisstadt ist.

Seit einiger Zeit sind als Beitrag zur Identitätsstiftung auch Namenszusätze rechtlich zulässig, so findet man z.B. auf einigen Schildern am Ortseingang die Bezeichnung Hansestadt Herford. Dies ist aber eine noch recht junge Neuerung.

Beim Don-Rosa-Schild müsste also z.B. erst "Alte Mühlenschänke" stehen, dann "Gemeinde Entenhausen" und dann "Kreis Soundso" als die nächst höhere Verwaltungseinheit. Tut es aber nicht. Und Entenhausen in Deutschland dürfte ja wohl keine Kreisstadt o.ä. sein. Demnach erhärtet sich der Verdacht, dass das Schild nur ein lustiger Scherz ist.

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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 05. August 2022 15:36

Quote
Der Sumpfgnom
Beim Don-Rosa-Schild müsste also z.B. erst "Alte Mühlenschänke" stehen, dann "Gemeinde Entenhausen" und dann "Kreis Soundso" als die nächst höhere Verwaltungseinheit.

Ist das notwendig so? Hier ein Gegenbeispiel: [commons.wikimedia.org] Kann es sein, daß die Vorgaben in den Bundesländern hierzu verschieden sind?

Was aber nach meiner Wahrnehmung auf den gelben Ortstafeln zwingend ist, ist der Name der (eigenständigen) Gemeinde, Stadt und so weiter. Stadtteil, Ortsteil oder eine ähnliche unselbständige Untereinheit allein auf einem solchen Schild gibt es nach meiner Beobachtung nicht. Das kenne ich aus verschienenen Bundesländern nur so. Das Entenhausen des Rosa-Schildes müßte also eine eigenständige Gemeinde (gewesen) sein, was den Beweis seiner (Nicht-)Existenz natürlich leichter macht.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.08.22 19:32.

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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: Beppo ()
Datum: 05. August 2022 15:36

> Als Teil einer größeren Gemeinde müßte (?) auf einer solchen gelben Ortstafel unter "Entenhausen" doch kleiner drunterstehen: "Gemeinde Soundso" oder ähnlich. Oder?

In den alten Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat und ich noch etwas reiselustiger war, hatte ich den Eindruck, dass so etwas eher lokal (Bundesland?) geregelt war.

Grunz!
Beppo

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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 05. August 2022 16:12

Im Jahre 2007 haben sich die sachsen-anhaltischen (jäääh, nicht "anhaltinischen") Städte Dessau und Roßlau zur Stadt Dessau-Roßlau zusammengeschlossen. Selbst eine so große, bekannte und geschichtsträchtige Stadt, wie es als selbständige Stadt Dessau war, muß anscheinend jetzt auf den Ortstafeln "Dessau-Roßlau" stehen haben, also den Namen der eigenständigen Gemeinde, zu der es nun verwaltungstechnisch gehört, siehe hier: [www.mz.de] "Dessau" allein geht wohl nimmer.

Conclusio: Da nix Höheres auf dem Taferl draufsteht, ist/war/wäre (der Konjunktiv zwo trifft wohl zu) der Phantom-Ort "Entenhausen" des Don-Rosa-Fotos eine eigenständige Gemeinde.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.08.22 16:12.

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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: Der Sumpfgnom ()
Datum: 05. August 2022 16:31

Quote
Coolwater
Kann es ein, daß die Vorgaben in den Bundesländern hierzu verschieden sind?

Es handelt sich hier vermutlich um einen Vorschriften-Mischmasch. Die grundlegenden Vorschriften, z.B. Größe des Schildes, die Schriftart etc. sind dem Bundesrecht untergeordnet. Manches ist aber auch landesrechtlich geregelt, wie z.B. die Möglichkeit eines Namenszusatzes.

M.E. müsste auch die Reihenfolge der Namen auf einem Schild bundesrechtlich geregelt sein. Kann aber auch sein, dass manche Gemeinden einfach machen, was sie wollen.

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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 05. August 2022 23:00

Quote
Der Sumpfgnom
Auf einem Ortsschild stehen immer der Name der Gemeinde und des Verwaltungsbezirks. Es sei denn, die Gemeinde ist selbst der Verwaltungsbezirk.

Nach meinen Röscherschen der letzten halben Stunde seit der Reichsstraßenverkehrsordnung von 1934. Was für die ohnehin an einem dünnen Faden hängende Realexistenz des Entenhausens des Rosa-Fotos zwei Möglichkeiten zuläßt.

Erstens: Die Ortstafel ist vor Erlaß der Reichsstraßenverkehrsordnung von 1934 dort aufgestellt worden, und mindestens bis 1998 hat niemand die Not gesehen, sie auszutauschen. Hat sich in dem Fall aber auch gut gehalten, das Ding, und wundersam auch, daß der Schildermaler schon die Verfeinerungen vorweggenommen hat, die die Schrift DIN 1451 Jahrzehnte später erfahren sollte …

Zweitens: In Deutschland hat es noch 1998 eine kreisfreie Stadt Entenhausen oder aber einen Kreis Entenhausen gegeben, wovon jede Erinnerung mit Ausnahme dieser Fotoserie spurlos aus dem Gedächtnis der Menschheit getilgt ist.

Allgemein zu Ortstafeln in Deutschland siehe auch: [de.wikipedia.org])

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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 06. August 2022 01:13

Quote
Der Sumpfgnom
Zudem ist der Schildermast ungewöhnlich klein. Eigentlich werden Schilder immer so angebracht, dass man sich daran den Kopf nicht stoßen kann. Bei dem hier läuft man mit voller Wucht dagegen...

Um noch einmal darauf zu sprechen zu kommen. Seit dem Beitrag des Sumpfgnomikers bin ich hierorts mehrfach durch die Pampa gezockelt und habe – was ich nie zuvor getan hatte – darauf geachtet, wie hoch die [amtsdeutsch]Ortstafeln[/amtsdeutsch] angebracht sind.

Und tatsächlich: Fast alle "Schilder" waren über der Schädelhöhe eines normalwüchsigen Mannes angebracht. Fast alle. Es gab noch eine zweite, deutlich seltener anzutreffende Klasse von "Ortseingangsschildern", die ich ausnahmslos dort gesehen habe, wo der "Ortseingang" – richtiger: der Beginn der geschlossenen Ortschaft oder Besiedlung – gleich zu Anfang einer Nebenstraße war, die von der Pampa-Hauptstraße abzweigte. Diese Ortstafeln waren jedoch deutlich niedriger angebracht als das Rosa-Schild (ein Beispiel für diese niedriger angebrachten Ortstafeln ist das Schwentinental-Schild in meinem Link um 15.36 Uhr auf dieser Seite weiter oben).

Also: entweder übermannshoch oder, seltener, wenn die geschlossene Ortschaft gleich nach einer Nebenstraßenabzweigung beginnt, hüfthoch?

Wahrscheinlich ist es im allgemeinen und per "Gesetz" (Verordnung, was weiß ich) so, aber ganz so einfach ist es in der Wirklichkeit wohl doch nicht. Auf meinen Pampa-Touren bin ich nämlich einmal auf ein "Ortseingangsschild" gestoßen, das nach meiner groben Schätzung (aus dem sich von hundert auf fünfzig verlangsamenden Kraftwagen) tatsächlich ungefähr die Höhe des Rosa-Schildes hatte, wobei gleich neben der Fahrbahn ein Graben war und das Schild eher in dem Graben verpflanzt schien als auf Fahrbahnhöhe (rein technisch mag es so "Übermannshöhe" gehabt haben, aber man hätte vermutlich trotzdem ein nettes Bil à la Rosa und "Entenhausen" machen können).

Der Rede Sinn: Die Höhe des Rosa-Schildes ist in mai hambel oppinnijen ein Indiz und nicht einmal ein schwaches, aber noch kein Beweis gegen dessen Echtheit.

Indes habe ich bei meinen Pampa-Fahrten noch keine einzige Ortstafel gesehen, auf der nicht der (Land-)Kreis stünde (sofern es sich nicht um eine kreisfreie Stadt oder einen mit dem Kreis gleichnamigen Ort handelt). Auch darauf hatte ich früher nie geachtet.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.08.22 01:21.

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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: Der Sumpfgnom ()
Datum: 06. August 2022 10:34

Quote
Coolwater
Der Rede Sinn: Die Höhe des Rosa-Schildes ist in mai hambel oppinnijen ein Indiz und nicht einmal ein schwaches, aber noch kein Beweis gegen dessen Echtheit.

Das Rosa-Schild wird schon echt sein. aber halt nichts offizielles. Dem Foto nach steht es an einem Schotterplatz, vermutlich ein Parkplatz. Wenn das Privatgelände ist, kann man da hinstellen, was man will. Vielleicht grenzt an diesen Platz ja ein Lokal namens Alte Mühlenschänke und der Gastwirt weist damit einfach auf seine Gaststätte hin. Vielleicht gibt es da ja Ente mit Klößen und Birne.

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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 06. August 2022 11:36

Quote
Der Sumpfgnom
aber halt nichts offizielles. Dem Foto nach steht es an einem Schotterplatz, vermutlich ein Parkplatz. Wenn das Privatgelände ist, kann man da hinstellen, was man will. Vielleicht grenzt an diesen Platz ja ein Lokal namens Alte Mühlenschänke und der Gastwirt weist damit einfach auf seine Gaststätte hin. Vielleicht gibt es da ja Ente mit Klößen und Birne.

Womit die Atlantissuche an ihr Ende gelangt sein dürfte. Ich habe mir auch schon gedacht, daß die Lösung des Rätsels vielleicht eher in der "Alten Mühlenschänke" als in "Entenhausen" zu finden ist.

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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 06. August 2022 12:22

In das Thema in der Don-Rosa-Gruppe im Fressenbuch habe ich jetzt mal folgenden Kommentar reingeklatscht (den Schlußakkord habe ich hemmungslos vom Sumpfgnomiker geklaut):


It is interesting what is NOT to be read on the sign. Since the Road Traffic Act of 1934, it has been mandatory in Germany to list the higher-ranking "Kreis"/"Landkreis" (district/country district; "county") on a "Ortstafel" (yellow "place entrance sign"): Exceptions: The name of the place is identical to that of the district (which usually means the place is the seat of the district), or the place is a "kreisfrei" (district-free) town.

If the "Entenhausen" sign is to be official, that would mean that in Germany in 1998 there was either a district-free town "Entenhausen" (of a certain size, in 2022 the smallest district-free city is Zweibrücken with 34,000 inhabitants), or a "Kreis Entenhausen" (having its seat in a place or town Entenhausen) existed. With both possibilities it is astonishing that every remembrance of this has been erased from the memory of mankind.

Just as there is no trace of a current or former place "Entenhausen" in Germany, there is no trace of a sub-district "Alte Mühlenschänke". Alte Mühlenschänke ("Old Mill Tavern") – on the sign alleged sub-district of a community "Entenhausen" – is an inn name, and probably the name of the "sub-district" is the key to the solution.

According to the photo, the sign is on a gravel lot, probably a parking lot. If the property is private, you can put whatever you want there. Maybe in 1998 a restaurant called "Alte Mühlenschänke" bordered on this square and the innkeeper was simply referring to his restaurant. Probably he served duck.




8-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.08.22 15:29.

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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: ju313 ()
Datum: 09. August 2022 12:03

Ich habe heute eine Mail an Alexander Bubenheimer (den Fotografen) gesendet.

Ich erhielt eine sehr ausführliche Antwort, aber sie brachte nur wenig neue Erkenntnisse. Jano Rohleder hatte ihn bereits kontaktiert und die Infos von J. Rohleder in Facebook geben im Prinzip bereits die Erkenntnisse wieder.

Alexander Bubenheimer hat vor rund 25 Jahren einige Zeit in Gießen gelebt/studiert und ist bei Ausflügen auf das Schild gestoßen. Der Ort ist ihm aber nicht in Erinnerung geblieben. Es war rund 15 Autominuten im Umkreis von Gießen. „Ich weiß nicht mehr, wie groß der Ort war, das Schild stand vor einem Schotterparkplatz, hinter dem sich der Ort auf einem Hang erstreckte. Ich kann mich nicht erinnern, dort eine Gaststätte gesehen zu haben. […] Die Tatsache, dass Google nichts findet, lässt für mich nur den Schluss zu, dass es entweder eine umbenannte Gemeinde ist – oder ein privates Schild war, warum auch immer jemand/mehrere so etwas aufstellen sollte/dürfte/wollte. […] Es sah offiziell aus und ist weder ein Photoshop-Fake (die Bilder sind „klassisch“ auf Negativ, außerdem bin ich technisch unbegabt) noch von mir für das „Shooting“ aufgestellt worden.“

Alexander Bubenheimer lebt schon lange nicht mehr in Gießen und könnte den Ausflug heute auch nicht mehr nachstellen.

Interessant: Ein anderes Bild aus der Serie wurde in den TGDD 174, Seite 35 veröffentlicht. Hier seht man das Ortsausgangsschild. Wer sich also die Mühe gemacht hätte, Schilder für den privaten Gebrauch anzufertigen, hätte also mindestens 2 Schilder machen lassen.





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.22 12:22.

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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: ju313 ()
Datum: 09. August 2022 12:50

Korrektur bzw. Zusatzinfo:

Das Ortsausgangsschild ist laut dem Fotografen kein separates Schild, sondern die Rückseite.

Ob es noch eine solche Schilderkombination gab (auf der anderen Seite der möglichen Ortschaft, falls es eine war), ist nicht überliefert.

Auf jeden Fall ist es sehr aufwändig. Entweder sind es 2 Schilder in einem Rahmen oder Vorder- und Rückseite ist bedruckt.

Der Fotograf ist inzwischen auch so weit, mehr wissen zu wollen (hi hi hi).

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Re: Entenhausen in Deutschland
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 09. August 2022 13:13

Quote
ju313
Interessant: Ein anderes Bild aus der Serie wurde in den TGDD 174, Seite 35 veröffentlicht. Hier seht man das Ortsausgangsschild. Wer sich also die Mühe gemacht hätte, Schilder für den privaten Gebrauch anzufertigen, hätte also mindestens 2 Schilder machen lassen.

Das "zweite" Schild ist, vermute ich, einfach die Rückseite des Ortseingangsschildes. Auch die offiziellen Tafeln "Ortseingang" und "Ortsausgang" sind Vorder- und Rückseite ein und derselben Tafel.

Herr Bubenheimer sagt selbst, das Ding stand vor einem Schotterparkplatz. Das tun Ortstafeln gewöhnlich nicht. Die stehen zu Beginn der geschlossenen Ortschaft entlang von Straßen, die in den Ort hineinführen, und natürlich so, daß der einfahrende Kraftfahrer sie lesen kann. Also selbst wenn parallel zu dem Schotterparkplatz eine Straße in den Ort führte, stünde die Tafel um neunzig Grad falsch da. Ich glaube, man kann in Deutschland lange nach dem Schilda suchen, das seine Ortstafeln so hinpflanzt …

Auch für mich sieht das Schild aus, als wäre es aus solidem Metall gefertigt, und es scheint auch fest im Boden verankert. Ich denke auch, jemand hatte sich den Spaß eine Stange Geld kosten lassen. Da gleichfalls das heutige oder frühere Dasein eines Ortsteils "Alte Mühlenschänke" nirgendwo nachgewiesen werden kann, vermute ich nach wie vor, daß es sich um den Parkplatz eines Gasthofs dieses Namens handelte. Vielleicht hatte das Gebäude nicht unmittelbar sichtbar neben dem Parkplatz gelegen.

Mit der "Umbenennungstheorie" brauchen wir uns nicht länger aufzuhalten, die ist schon in die Tonne gekloppt. Der Nachweis, daß das Schild nicht amtlich ist, ist bereits erbracht. Es fehlt der seit 1934 auf Ortstafeln vorgeschriebene Verwaltungsbezirk, bei irgendwelchen Käffern in der Pampa also der Kreis oder Landkreis. Wohlgemerkt: Anders als Popanz wie "Hochschulstadt", der auf einer Ortstafel stehen mag oder nicht, ist die Nennung des Verwaltungsbezirkes vorgeschrieben, der Satz in der VwV-StVO lautet: "Das Zeichen 310 nennt den amtlichen Namen der Ortschaft und den Verwaltungsbezirk." (Nr. IV zu den Zeichen 310 und 311 Ortstafel)

Man findet in Deutschland kein "Ortseingangsschild", worauf der Verwaltungsbezirk nicht steht. Sieht man einen solchen nicht gesondert aufgeführt, bedeutet das, der Verwaltungsbezirk ist identisch oder namensidentisch mit der Ortschaft ("Die Angabe des Verwaltungsbezirks hat zu unterbleiben, wenn dieser den gleichen Namen wie die Ortschaft hat [z. B. Stadtkreis]"). Das erste trifft auf kreisfreie Städte zu, das letzte oft auf die Kreissitze. Ich glaube, in beiden Ligen brauchen wir "Entenhausen in Deutschland" gar nicht erst zu suchen …

Das angebliche Ortsausgangsschild entspricht übrigens ebenfalls nicht der Vorschrift. Seit 1976 ist das Zeichen "Ortsausgang" in zwei Felder unterteilt. Und zwar so: "Das Zeichen 311 nennt auf der unteren Hälfte den Namen der Ortschaft oder des Ortsteils, die oder der verlassen wird. Angaben über den Verwaltungsbezirk sowie die in Nummer IV genannten zusätzlichen Bezeichnungen braucht das Zeichen 311 nicht zu enthalten. Die obere Hälfte des Zeichens 311 nennt den Namen der nächsten Ortschaft bzw. des nächsten Ortsteiles. An Bundesstraßen kann stattdessen das nächste Nahziel nach dem Fern- und Nahzielverzeichnis gewählt werden. Unter dem Namen der nächsten Ortschaft bzw. des nächsten Ziels ist die Entfernung in ganzen Kilometern anzugeben." (Nr. V zu den Zeichen 310 und 311 Ortstafel)

Schnickschnack wie "Auf Wiedersehen" steht auf Ortsausgangsschildern schon gar nicht. Dergleichen liest man vielleicht auf eigenen Schildern, die die Gemeinden davor, dahinter oder daneben gesondert hinpflanzen, aber nicht auf den gelben Ortstafeln, den amtlichen Verkehrszeichen.

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