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Auflagenstärke vs. Anzeigenreichweite
Datum: 05. Februar 2020 11:15

Eine eher technische Frage:

Gibt es einen halbwegs brauchbaren Schlüssel, mit dem man Verkaufsauflage gegen Anzeigenreichweite rechnen kann? Wenn z.B. das Micky Maus-Magazin (buäch!) eine Verkaufsauflage von 150.000 Exemplaren hat, wie viele LeserInnen erreicht dann eine Anzeige (es werden ja nach wie vor hefte verliehen/verschenke/vererbt etc.) ?

Mir kreist der Hut ...

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Grkztrrrschwrzkajaaaa!

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Re: Auflagenstärke vs. Anzeigenreichweite
geschrieben von: Beppo ()
Datum: 05. Februar 2020 16:48

Das MMM hat eine Auflage von 67 943.

Egmont gibt eine Reichweite von 424 000 an.

[www.egmont-mediasolutions.de]

Grunz!
Beppo

Unready to die, but already at the stage when one starts to dislike the young.
W. H. Auden (sehr gebildet)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.02.20 16:51.

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Re: Auflagenstärke vs. Anzeigenreichweite
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 05. Februar 2020 19:05

Das ist wohl die Heile-Welt-Vorstellung, daß Papa, Mama, die drei Kinder und das Baby nach Feierabend gemeinsam auf dem Sofa hocken, alle Köpfe lachend hinter der Micky Maus steckend ... grinning smiley

Und wenn der Hund mit einem freudigen "Wuff!" aufs Sofa hüpft und seinen Schädel dazusteckt, springt die Reichweite gleich auf 500.000. grinning smiley

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Re: Auflagenstärke vs. Anzeigenreichweite
Datum: 06. Februar 2020 08:05

Danke, das ist schon mal sehr hilfreich ...

Weiss zufällig noch jemand, bis wann die MM das "meistgelesene Comicmagazin" war?

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Grkztrrrschwrzkajaaaa!

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Re: Auflagenstärke vs. Anzeigenreichweite
geschrieben von: Oma Duck ()
Datum: 06. Februar 2020 16:54

Hallo Korjakenknacker,

das kann man nicht so einfach sagen, da jeder Verlag die Zahlen anders veröffentlicht und man deshalb nur schwer Regeln zur Berechnung ableiten kann.

DEN allgemeingültigen Schlüssel gibt es nicht, weil es u.a. davon abhängt, ob ein Exemplar zB über Lesemappe eine weite Verbreitung hat usw. usw.

Relevant ist der LpE (Leser pro Exemplar)-Wert, der aber auf fundierten und validen Umfragen basieren sollte - und das ist teuer und wird je nach Medium etc. oft nur alle 2-4 Jahre durchgeführt. Viele Verlage legen deshalb einen geschätzten Wert zugrunde (Details unten).

Schau dir mal den Artikel auf Wikipedia an (https://de.wikipedia.org/wiki/Auflage_(Publikation)), das ist eine gute Zusammenfassung der Begrifflichkeiten.

Zusätzlich vielleicht noch das hier zu wichtigen Kennzahlen:

Kennzahl Leserzahl: Wie viele Menschen lesen ein Printexemplar (LpE, Leser-pro-Exemplar)?
Im besten Fall gibt es hierzu valide Umfragen namhafter Institute. Im Regelfall ist man aber auf Hochrechnungen angewiesen. Und die können je nach Interessenlage gerne etwas höher ausfallen als es eigentlich realistisch wäre.

Ein durchaus üblicher LpE-Faktor liegt bei etwa 2,5. Also wird unterstellt, dass auf ein verkauftes Printexemplar ca. 2,5 Leser kommen. Eine Auflage von 800.000 Exemplaren entspricht demnach 2 Millionen Lesern.

Wird der LpE hingegen sehr viel großzügiger gewählt, zum Beispiel mit 4, „braucht“ es für die 2 Millionen Leser nur noch 500.000 Exemplare.

Hohe LpE‘s gibt es zwar durchaus – etwa bei Zeitschriften, die auch in Lesezirkeln verbreitet und deshalb von vielen Menschen durchgeblättert werden. Aber als Schnitt für viele unterschiedliche Publikationen ist ein LpE von 4 oder mehr einfach nur Schönfärberei.

Kennzahl Weitester Leserkreis (WLK)
Der WLK besagt, wie viele Menschen zumindest gelegentlich das jeweilige Printmedium lesen. Bei einer Tageszeitung ist das jeder, der die Zeitung innerhalb der letzten zwei Wochen gelesen haben. Bei einer wöchentlich erscheinenden Zeitung oder Zeitschrift verwendet man als Bezugszeitraum in der Regel die letzten drei Monate.

Ob nun aber ein solcher Gelegenheitsleser ausgerechnet jene Ausgabe gelesen hat, in der die betreffende Anzeige steht, ist ungewiss
--> misstrauisch bleiben, wenn mit dem WLK argumentiert wird

Kennzahl Auflage
Anders als Reichweiten- und Leserzahlen werden Auflagen nicht hochgerechnet. Sie sind deshalb die zuverlässigsten Zahlen. Bei vielen Zeitungen und Zeitschriften übernimmt die IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern) eine externe Kontrolle.

Vor allem Werbekunden fordern solche geprüften Zahlen, weil Anzeigenpreise nicht zuletzt durch die tatsächlich verbreiteten Auflagen bestimmt werden. Wenn solche geprüften Auflagenzahlen nicht vorliegen, muss man sich an den offiziellen Verlagsangaben zu orientieren

Die Auflagenhöhe sind meiner Meinung nach die einzige hinreichend valide Kennzahl

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Re: Auflagenstärke vs. Anzeigenreichweite
Datum: 06. Februar 2020 17:11

Vielen herzlichen Dank, das ist sehr hilfreich!

Grrrkztrrr!!!

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Grkztrrrschwrzkajaaaa!

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Re: Auflagenstärke vs. Anzeigenreichweite
geschrieben von: Oma Duck ()
Datum: 06. Februar 2020 17:27

gerne. Melde dich einfach, wenn du noch weitere Fragen hast

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Re: Auflagenstärke vs. Anzeigenreichweite
geschrieben von: Beppo ()
Datum: 07. Februar 2020 05:10

> Weiss zufällig noch jemand, bis wann die MM das "meistgelesene Comicmagazin" war?

Sogar "die größte Jugendzeitschrift der Welt". Offenbar eine Art Ursain Bolt. Ich glaube, diesen Spruch haben sie bis Ende 1969 verwendet. Ich habe aber den Verdacht, dass sie da alle ausländischen Disneyhefte eingerechnet haben.

Grunz!
Beppo

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