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Bericht oder Extrapolation?
geschrieben von: Salvatore Speculatio ()
Datum: 18. Februar 2016 16:03

Können wir Traumprotokolle (Die Macht des Geldes) und Phantasien (Der freie Lauf der Phantasie) als Berichte auffassen? In "die Macht des Geldes" wird ein Traum Donalds geschildert. Erst im letzten Panel erfahren wir vom gerade aufgewachten Donald, dass es sich um einen ("blödsinnigen" ) Traum handelte. Barks konnte diesen Traum nicht beobachten. Er musste ihn mit Hilfe der ihm bekannten Persönlichkeitsdaten entwickeln. Ähnlich verhält es sich im "Der freie Lauf der Phantasie": die Beobachtbarkeit reicht nur bis zu dem Zeitpunkt als Donald an Düsentriebs Phantasiermaschine angeschlossen wird. Düsentrieb sieht nur das Minenspiel der Versuchspersonen. Anhand der Vorabinformationen (Donald postuliert eine strenge Proportionalität aller Größen) konnte Barks dann Donalds Phantasien entwickeln. Beobachten konnte er sie nicht.
Gruß
Jens



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.02.16 16:04.

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Re: Bericht oder Extrapolation?
Datum: 18. Februar 2016 16:24

hmmm ... wenn wir davon ausgehen, dass Barks inspiriert war, dann müssten wir auch unterschiedliche Gattungen von Texturen als inspiriert betrachten ... ich würde da also nicht zwischen Bericht und Traumprotokoll unterscheiden, denn das würde ja voraussetzen, dass Barks wusste, was er tut, d.h. den Zeichenvorgang tatsächlich und nicht nur vermeintlich bewusst gesetzt hat; dann ist es aber nicht mehr inspiriert ....

------------------------
Grkztrrrschwrzkajaaaa!

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Re: Bericht oder Extrapolation?
geschrieben von: Beppo ()
Datum: 18. Februar 2016 16:50

> Können wir Traumprotokolle (Die Macht des Geldes) und Phantasien (Der freie Lauf der Phantasie) als Berichte auffassen?

"Die Macht des Geldes" wurde auf Befehl des Verlags verfälscht.

[barksbase.de]

Das war kein Traum.

Grunz!
Beppo

Ein Kojote ist und bleibt ein Hühnerdieb!

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Re: Bericht oder Extrapolation?
geschrieben von: Findibus Ferschwindibus ()
Datum: 18. Februar 2016 16:52

Vielleicht haben Barks und Duck einen gemeinsamen Simultantraum gehabt. Aus den Äusserungen des Erwachten konnte Barks dann auf ein solches Ereignis rückschliessen. Vielleicht haben beide auch unterschiedliches geträumt und Barks hat seinen eigenen Traum zur Grundlage seiner Berichterstattung gemacht. (Ich möchte auch mal sowas träumen).

Es würde mich wundern, wenn Düsentriebs Phantasiermaschine keine Record-Taste gehabt haben sollte. Er hat die Phantasien der vier Ducks, die sie in einer Art Holodeck auslebten, schlicht aufgezeichnet und den Datenträger Barks zukommen lassen. Oder Barks hatte andere Möglichkeiten, an die Aufzeichnung heranzukommen. Drahtlose Erdreise oder dergleichen, dem heutigen Download (bescheuerte Wortschöpfung) vergleichbar.

ff

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Re: Bericht oder Extrapolation?
geschrieben von: Salvatore Speculatio ()
Datum: 18. Februar 2016 17:59

Quote
Beppo
> Können wir Traumprotokolle (Die Macht des Geldes) und Phantasien (Der freie Lauf der Phantasie) als Berichte auffassen?

"Die Macht des Geldes" wurde auf Befehl des Verlags verfälscht.

[barksbase.de]

Das war kein Traum.

Danke. Das ist geradezu verstörend: Dagobert Duck trinkt ein sündhaft teures Stärkungsmittel einfach aus der Pulle? Er, der eine vergleichsweise spottbillige Gedächtnispille gegen Perduftia Spiriti nicht einnimmt? Und er lädt Donald zu einem kleinen Hellen ein?
Gruß
Jens

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Re: Bericht oder Extrapolation?
geschrieben von: Salvatore Speculatio ()
Datum: 18. Februar 2016 18:08

Quote
Findibus Ferschwindibus
Vielleicht haben Barks und Duck einen gemeinsamen Simultantraum gehabt. Aus den Äusserungen des Erwachten konnte Barks dann auf ein solches Ereignis rückschliessen. Vielleicht haben beide auch unterschiedliches geträumt und Barks hat seinen eigenen Traum zur Grundlage seiner Berichterstattung gemacht. (Ich möchte auch mal sowas träumen).

ff

Mhm. Ein Simultantraum oder eine telepathische Verbindung zwischen Barks und dem Träumenden . Das ist natürlich möglich.Vielleicht ein Analogon zur Kommunikation mit dem "Schlauen Buch", das die Lösung aller zu lösenden Probleme zuverlässig in der Buchmitte präsentiert. Das ist auch nur möglich, weil Barks seine Gedanken in das Buch teletransportieren kann, die sich dann in der Buchmitte als Zeichenfolgen materialisieren.
Gruß
Jens

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Re: Bericht oder Extrapolation?
geschrieben von: Salvatore Speculatio ()
Datum: 18. Februar 2016 18:22

Quote
Ostsibirischer Korjakenknacker
hmmm ... wenn wir davon ausgehen, dass Barks inspiriert war, dann müssten wir auch unterschiedliche Gattungen von Texturen als inspiriert betrachten ... ich würde da also nicht zwischen Bericht und Traumprotokoll unterscheiden, denn das würde ja voraussetzen, dass Barks wusste, was er tut, d.h. den Zeichenvorgang tatsächlich und nicht nur vermeintlich bewusst gesetzt hat; dann ist es aber nicht mehr inspiriert ....

Gefährliches Terrain. Wenn wir erst zugeben müssen, dass "Der freie Lauf der Phantasie" eine sozusagen ausgedachte, aber sinnfällige Geschichte ist, also kein Bericht im strengen Sinn, wankten die Grundlagen des Donaldismus.Wir können uns aber glücklich schätzen, dass eine Gedankenstrahlung (noch) unbekannter Wellenlänge die Phänomene befriedigend erklären kann.
Gruß
Jens

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Re: Bericht oder Extrapolation?
geschrieben von: Richard ()
Datum: 18. Februar 2016 18:46

Quote
Beppo
> Können wir Traumprotokolle (Die Macht des Geldes) und Phantasien (Der freie Lauf der Phantasie) als Berichte auffassen?

"Die Macht des Geldes" wurde auf Befehl des Verlags verfälscht.

[barksbase.de]

Das war kein Traum.

Beim Feuerteufel ist dies bekannt (da stammen die Bilder mit dem erwachenden Donald auch nicht von Barks), aber ist es hier auch so? 1973 soll Barks einem Fan geschrieben haben "I recall looking at the panel of Uncle Scrooge's money ramp and deciding it looked too IMPOSSIBLE to be real". Vom Verlag ist da keine Rede, offenbar hat Barks die Änderung ohne Fremdeinwirkung vorgenommen.

Jetzt könnte man natürlich darüber streiten, ob Barks zunächst fehlerhafte Informationen empfangen hat und diese dann korrigierte, oder ob er korrekte Informationen erhielt und diese dann verfälschte, weil sie ihm falsch vorkamen.

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Re: Bericht oder Extrapolation?
geschrieben von: DasLeuchtkamel ()
Datum: 19. Februar 2016 07:24

Wo liegt das Problem? Wer in der Lage ist die Gedanken der Entenhausener zu erfassen- das ist ja,in zahlreichen Denkblasen hinreichend dokumentiert- wird selbstverständlich auch Träume und Phantasien erfassen und bildlich darstellen können.

Duck auf, Maus raus!

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Re: Bericht oder Extrapolation?
geschrieben von: Beppo ()
Datum: 19. Februar 2016 07:41

> Dagobert Duck trinkt ein sündhaft teures Stärkungsmittel einfach aus der Pulle? Er, der eine vergleichsweise spottbillige Gedächtnispille gegen Perduftia Spiriti nicht einnimmt? Und er lädt Donald zu einem kleinen Hellen ein?

Ich kenne diverse Leute, die einen nach meinen Vorstellungen sehr irrationalen Umgang mit dem Geld pflegen. Fräulein X. aus Y. studiert jede Woche die Prospekte mit den Katzenfutter-Sonderangeboten und füllt dann ihren Katzenfutterspeicher entsprechend auf. Sie ist aber nicht fähig eine vierstellige Handwerkerrechnung von der Steuer abzusetzen.

In einer Wettkampfsituation kann Dagobert Unmengen von Talern ausgeben, versucht aber mit dem Kauf einer Flusskarte aus dem Jahr 1876 wieder etwas einzusparen. Frag mal Bill Gates, was er für Unkosten hätte, wenn er sein ganzes Geld in Silberdollarmünzen einwechseln wollte und später wieder zurück. Die Sache mit dem Stärkungsmittel ist völlig glaubhaft. Vielleicht besitzt Dagobert ja die Fabrik. Dann muss er sich nur etwas aus dem Fass abzapfen.

Grunz!
Beppo

Ein Kojote ist und bleibt ein Hühnerdieb!

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Re: Bericht oder Extrapolation?
geschrieben von: Salvatore Speculatio ()
Datum: 19. Februar 2016 08:27

Quote
Beppo
> Dagobert Duck trinkt ein sündhaft teures Stärkungsmittel einfach aus der Pulle? Er, der eine vergleichsweise spottbillige Gedächtnispille gegen Perduftia Spiriti nicht einnimmt? Und er lädt Donald zu einem kleinen Hellen ein?


In einer Wettkampfsituation kann Dagobert Unmengen von Talern ausgeben, versucht aber mit dem Kauf einer Flusskarte aus dem Jahr 1876 wieder etwas einzusparen.

Das stimmt allerdings. Man denke an die Verschandelung Entenhausens durch protzige Emil Erpel-Denkmäler. Einzig das spendierte kleine Helle fällt aus dem Dagobert'schen Rahmen (nur deshalb wusste Donald, dass es sich um einen Traum handeln musste...).
Gruß
Jens

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Re: Bericht oder Extrapolation?
geschrieben von: Duckimaus ()
Datum: 19. Februar 2016 12:41

Warum so kompliziert? Barks hat seine Informationen bekommen, weil er ja selbst in Entenhausen war und alles notiert hat, was er dort sah. Er wird sich ja auch mit den ganzen Bewohnern unterhalten haben, die ihm auch einiges erzählt haben, so auch ihre Träume.

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Re: Bericht oder Extrapolation?
geschrieben von: Salvatore Speculatio ()
Datum: 19. Februar 2016 14:01

Quote
Duckimaus
Warum so kompliziert? Barks hat seine Informationen bekommen, weil er ja selbst in Entenhausen war und alles notiert hat, was er dort sah. Er wird sich ja auch mit den ganzen Bewohnern unterhalten haben, die ihm auch einiges erzählt haben, so auch ihre Träume.

Spannend. Es gibt in Entenhausen offenbar weder Datenschutz, noch -beauftragte. Das zeigt auch die prophetischen Qualitäten Barks': die sogenannten sozialen Netzwerke werden antizipiert, die Bewohner erzählen jedem alles, egal, wer sie danach fragt. Fehlen noch die niedlichen Katzenbilder...
Gruß
Jens



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.02.16 14:48.

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Re: Bericht oder Extrapolation?
geschrieben von: Raskolnikow ()
Datum: 19. Februar 2016 15:16

Quote
Salvatore Speculatio
Fehlen noch die niedlichen Katzenbilder...

Bitte sehr:

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Re: Bericht oder Extrapolation?
geschrieben von: Salvatore Speculatio ()
Datum: 19. Februar 2016 15:45

Quote
Raskolnikow
Quote
Salvatore Speculatio
Fehlen noch die niedlichen Katzenbilder...

Bitte sehr:

Perfekt. Wo kann man hier liken? :-)

Gruß
Jens

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Re: Bericht oder Extrapolation?
geschrieben von: Duckimaus ()
Datum: 21. Februar 2016 15:56

Quote
Salvatore Speculatio
Spannend. Es gibt in Entenhausen offenbar weder Datenschutz, noch -beauftragte. Das zeigt auch die prophetischen Qualitäten Barks': die sogenannten sozialen Netzwerke werden antizipiert, die Bewohner erzählen jedem alles, egal, wer sie danach fragt. Fehlen noch die niedlichen Katzenbilder...

Ich gehe davon aus, dass Barks viele Geschichten nur erzählt bekam und bei den wenigsten dabei.
Das merkt man an den ganzen Abenteuergeschichten, egal ob die früheren Donald-Abenteuer oder die späteren Dagobert-Abenteuer, in denen die Ducks weite Reisen unternehmen. Denn Donald als arme Ente hat nur Geld, um die Reise für sich und die Neffen zu finanzieren, ein weiterer Gast wäre zu teuer. Dagobert hingegen ist geizig und würde garantiert keine weiteren Personen mitnehmen, als seine Verwandten.
Wahrscheinlich war Barks nur bei ein paar alltäglichen Erlebnissen anwesend.

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