Das Schwarze Brett :  D.O.N.A.L.D.-Forum The fastest message board... ever.
Das Mitteilungsforum der D.O.N.A.L.D. 
Seiten: vorherige Seite123456nächste Seite
Aktuelle Seite: 4 von 6
Re: Verbreiteter Wunschgedanke
geschrieben von: Daune ()
Datum: 19. Oktober 2003 06:04

Hier war es ja auch tatsächlich so (übrigens auch in den Kurzfilmen), daß die "possierlichen" Tiere furchtbar bösartig waren, während Donald in der Opferrolle war. Ich finde, ein talentierter Zeichner sollte die im Wortsinne ultimative Schweinchengeschichte liefern und auch diejenige Geschichte, in der Ahörnchen und Behörnchen vom Auto überfahren werden. Was hingegen gut wäre, wenn wieder eine Walquote eingeführt würde und Moby Duck wieder fahren könnte. Erinnert Ihr Euch noch an die moralinsauren Geschichten mit "Klein Adlerauge"? Ein gräßlicher Müll.
Daune

Optionen: AntwortenZitieren
BBB
geschrieben von: Daune ()
Datum: 19. Oktober 2003 06:06

Aber nur, wenn auch mein Vorbild Gevatter Bär in diesem Klub ist.

Optionen: AntwortenZitieren
Randfiguren
geschrieben von: Das Schwarze Phantom ()
Datum: 19. Oktober 2003 10:23

Nun ja, über A- und Behörnchen brauchen wir uns nicht mehr zu beklagen: ihr letzter Auftritt im klassischen Stil fand ja bereits in MM 12/90 statt; anschließend mutierten sie für einige Zeit zu "Chip und Chap", den Rittern des Rechts, bis wir in MM 18/92 auch von dieser Epidemie erlöst wurden.

Während sich Klein Adlerauge immerhin bis MM 42/98 halten konnte, hat der unsägliche Strolchi glücklicherweise schon in MM 20/93 den Abflug gemacht.

Beim Wolf-Bereich hatte man in den 90er Jahren ein bißchen experimentiert: doch auch die modern gestylten Geschichten von Isabel Penalva mit Wölfchen in Sportkleidung und Turnschuhen setzten sich offenbar nicht durch. Aber für den Wolf-Bereich droht offenbar ein neues Comeback: seit 2002 engagieren sich hier bis dato unbeleckte Egmont-Zeichner wie David, Rodriques und sogar Fecchi, die sich bislang mehr auf die Ducks bzw. Mäuse konzentriert hatten.

Was schade ist, ist allerdings der "Untergang" von Supergoof, den inzwischen dasselbe Schicksal ereilt hat wie Primus v. Quack: er wurde aus den Heften vollkommen eliminiert und treibt sich nur noch in den Taschenbüchern herum.

***********************************************

Wenn man den Teufel nennt, ...

Da war ich wohl etwas zu vorschnell! Im neuesten Heft (MM 44/03) ist Supergoof ja wieder aktiv. Totgesagte leben eben länger! ;-)



Beitrag geändert (21.10.03 18:06)

Optionen: AntwortenZitieren
Re: BBB
geschrieben von: DasLeuchtkamel ()
Datum: 19. Oktober 2003 10:48

Der gute Gevatter hatte mit Ede ja auch so manches Hühnchen zu rupfen.Hatte der im "Böse Buben Club" ebenfalls anwesende Fuchs eigentlich auch einen Namen? Mir schien er immer der "schurkigste" der Bande zu sein . Mann weis so wenig.



Duck auf, Maus raus!

Optionen: AntwortenZitieren
Schweinchen Schlau
geschrieben von: Das Schwarze Phantom ()
Datum: 19. Oktober 2003 10:50

Das Wolf-Universum ist ja leider mit wesentlich mehr Widersprüchen behaftet als beispielsweise das Duck-Universum. Gerade in der Figur des Schweinchens Schlau konzentrieren sich große Mysterien. Wie alt ist denn dieses Borstenvieh?

Aufgrund einiger Indizien müßte man ihn auf ca. 30 Jahre schätzen: er besitzt ein eigenes Haus, führt selbständig einen Haushalt und kann auch Auto fahren. Von Beruf ist Schweinchen Schlau Jiu-Jitsu-Lehrer, sein Hobbyberuf ist Maurer.
Gleichzeitig stößt man aber auch auf Geschichten, in denen Schweinchen Schlau gemeinsam mit seinen beiden Brüdern die Schulbank [wohlgemerkt in der Grundschule!] drückt. Hier müßte man ihn auf ca. 8 Jahre schätzen (das gleiche Alter, das dem kleinen Wolf zukommt (vgl. MM 30/67, S.12)).
Aus MM 41/85, S.15 geht außerdem hervor, daß die Schweinchen einen Vormund besitzen: Onkel Plato.

Ein ähnliches Problem ist Gevatter Bär: in manchen Geschichten ist er verheiratet, in anderen wird er als "alter Junggeselle" bezeichnet. Manchmal hat er einen Sohn, manchmal Zwillingssöhne und zuweilen sogar Drillinge.

Und auch jener Böse-Buben-Klub hat mich schon immer vor Rätsel gestellt. Normalerweise hat alles in den Comics einen realen Bezug. Aber worin sollte der im Falle dieses Klubs bestehen? Oder kenne ich mich da mit den Gegebenheiten in den realen USA zu wenig aus?
Auch Erika Fuchs hatte offenbar Probleme mit diesem Verein, da sie ihm in der Anfangszeit oft wechselnde Namen zudachte, etwa "Klub Gauner-Treu" bei seinem ersten Vorkommen in MM 11/52, S.19.


Optionen: AntwortenZitieren
Re: Randfiguren
geschrieben von: DasLeuchtkamel ()
Datum: 19. Oktober 2003 10:55

Allerdings gibt es EINE Storry mit A und B Hörnchen ,die mir ganz gut gefallen hat. Sie sangen das wunderbare Lied " Weihnachtsmann ,Weihnachtsmann ,Weihe Weihe Weihnachtsmann......" um in Donald weihnachtliche Gefühle zu wecken.

Optionen: AntwortenZitieren
Gevatter Fuchs
geschrieben von: Das Schwarze Phantom ()
Datum: 19. Oktober 2003 10:58

Der Fuchs hieß meist "Gevatter Fuchs", manchmal auch Reinecke Fuchs.

Auch diese Figur ist nicht minder widersprüchlich als die anderen: oft sind Gevatter Bär und Fuchs miteinander verfeindet, weil G. Fuchs beispielsweise G. Bärs Hühnerstall ausräumt.

In späteren MM-Jahrgängen sind die beiden allerdings oft dicke Freunde und treten als Duo auf, besonders wenn es gilt, Jagd auf Hansi Hase zu machen.


Optionen: AntwortenZitieren
Weihnachtslieder
geschrieben von: BvH ()
Datum: 19. Oktober 2003 11:09

Ja, das war die titellose Geschichte aus TGDD 7. Besonders pfiffig war die Verkürzung "...nachtsmann". ;-)

Aber wie man in meinem Sonderheft EHAPA DURCHLEUCHTET (Beispiel 53) nachlesen kann, schien diese Geschichte für den deutschen Leser nur deshalb so harmonisch, weil sie um eine Seite gekürzt wurde. Im "echten" Schluß der US-Fassung steht Donald wieder als der Gelackmeierte da!


Optionen: AntwortenZitieren
Auf Supergoof verzichten / Primus von Quack
geschrieben von: Daune ()
Datum: 19. Oktober 2003 13:39

Auf Supergoof zu verzichten, ist sicher eine Tugend. Primus von Quack hingegen ist ein Verlust, obwohl man seinen Wert (besonders nach PISA) unterschiedlich einordnen kann. Zunächst ist er als Karikatur des Akademikers ehr kontraproduktiv. Niemand möchte so werden wie er, ein verstaubter Alleswisser. Andererseits erlebt man ihn ja niemals beim anstrengenden Forschen oder Studieren, vielmehr treffen wir ihn in einer ruhigen, quasi pensionierten Situation an, in der er bereits alles weiß und großzügig und sinnvoll aus seinen Forschungserträgen schöpft - zum Wohle aller.
Dennoch paßt er nicht in die Zeit von MTV und ADS und welche anderen Kürzel die Ära noch kennzeichnen, er ist keine Identifikationsfigur. Es ist doch kein Zufall, daß im LTB furchtbar häufig Dussel Duck vorkommt, eine hirnlose, bösartige, hektische Figur und jetzt verstärkt auch wieder Franz Gans, der für den übergewichtigen junk food-Jugendlichen steht.
In Situationen, bei denen früher Primus herangezogen worden wäre, wird heute Daniel Düsentrieb konsultiert. Ein Symbol für den Primat der Ingenieurswissenschaften und Informatik und ein schwerer Schlag für die klassischen Geisteswissenschaften.
Daune

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Auf Supergoof verzichten / Primus von Quack
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 19. Oktober 2003 17:33

Daune hat geschrieben:

> Auf Supergoof zu verzichten, ist sicher eine Tugend.

Uneingeschränkte Solidarität bzw. Zustimmung in der Frage! Es wundert mich auch, daß jemand wie das Schwarze Phantom, der so hervorragende und beklatschenswerte Ansichten hinsichtlich der Schweinchenfrage, Eichhörnchenplage und Strolchi-Pest pflegt, bei dem furchtbaren "Supergoof" schwach wird und sich auch nicht scheut, diesen in ernsthafte donaldistische Analysen einzubeziehen.
Was Edes unerwartete Rückkehr in diesem Jahr anbelangt, erfolgte die doch, so weit ich weiß, aus Anlaß irgendeines Jubiläums, weswegen auch der überdurchschgnittleiche Fecchi seine Ärmel hochkrempeln mußte. Alle Jubeljahre kann so was von mir aus schon mal vorkommen, zumal dergleichen ja eher das erfolgte Verschwinden dieser Figuren in Erinnerung ruft denn ihre Noch-Existenz bestätigt und insofern für Zufriedenheit beim Leser sorgt. Von mir aus können sie auch zum Hundertsten von Adlerauge einen Totengesang bringen. Wiederauferstehen werden die Toten deswegen so schnell nicht.

> Primus
> von Quack hingegen ist ein Verlust, obwohl man seinen Wert
> (besonders nach PISA) unterschiedlich einordnen kann. Zunächst
> ist er als Karikatur des Akademikers ehr kontraproduktiv.
> Niemand möchte so werden wie er, ein verstaubter Alleswisser.
> Andererseits erlebt man ihn ja niemals beim anstrengenden
> Forschen oder Studieren, vielmehr treffen wir ihn in einer
> ruhigen, quasi pensionierten Situation an, in der er bereits
> alles weiß und großzügig und sinnvoll aus seinen
> Forschungserträgen schöpft - zum Wohle aller.
> Dennoch paßt er nicht in die Zeit von MTV und ADS und welche
> anderen Kürzel die Ära noch kennzeichnen, er ist keine
> Identifikationsfigur. Es ist doch kein Zufall, daß im LTB
> furchtbar häufig Dussel Duck vorkommt, eine hirnlose,
> bösartige, hektische Figur und jetzt verstärkt auch wieder
> Franz Gans, der für den übergewichtigen junk food-Jugendlichen
> steht.
> In Situationen, bei denen früher Primus herangezogen worden
> wäre, wird heute Daniel Düsentrieb konsultiert. Ein Symbol für
> den Primat der Ingenieurswissenschaften und Informatik und ein
> schwerer Schlag für die klassischen Geisteswissenschaften.
> Daune

Meine Haltung zu Primus ist gespalten. Ohne jetzt groß Brainstorming zu betreiben, glaube ich, daß er in den italienischen Geschichten weniger häufig, dafür intelligenter eingesetzt wurde als in den amerikanischen. In den Heften, Strobl-Geschichten usw. war er doch immer eine ziemlich farblose Figur, die zwar mit allem möglichen Wissen vollgepumpt war, aber immer einen starken Hang zur Idiotie hin hatte. Diesen Primus braucht niemand wieder.
In den italienischen Geschichten hingegen war er eine tatsächliche Persönlichkeit, der an Wissenschaft und Erkenntnis interessierte Forscher, der als Gegenspieler des geldgierigen, nur am Profit hin orientierten Dagobert seinen Auftritt hatte. Ich erinnere da nur an die Geschichte mit der vierkantigen Amphore, vielleicht die beste Primus-Geschichte, die es gibt. (Bitte um allgemeines Brainstorming: gute Primus-Geschichten aus dem LTB!)



Beitrag geändert (19.10.03 18:38)

Optionen: AntwortenZitieren
Supergoof
geschrieben von: Das Schwarze Phantom ()
Datum: 19. Oktober 2003 20:14

Für mich besteht das Entenhausener Universum aus zwei Kernbereichen [dem Duck- und dem Maus-Bereich] sowie diversen Nebenbereichen [Dumbo-, Wolf-, Strolchi-, Adlerauge- etc. etc.]. Da ich dem Maus-Bereich im Prinzip das gleiche Gewicht zubillige wie den Ducks, gehört für mich Goofy resp. Supergoof natürlich zu den zentraleren Charakteren.

Und bei Supergoof gibt es schließlich häufig relativ groteske Situationen bzw. Auslassungen, etwa wenn er mit einem Nieser die ganze Altstadt von Entenhausen in Schutt und Asche legt (DDT 24, S.38) oder wenn man im Begleittext liest: "Wenn Supergoof vor Scham errötet, wird alles ringsum blendend hell..." (DDT 272, S.84).
Nicht von Pappe sind auch die Supernüsse, die selbst bei technischem Gerät ihre Wirkung entfalten: in MM 36/77, S.19 entsteht auf diese Weise ein "Superhubschrauber".
Herrlich naiv auch Supergoofs Aktivitäten, etwa wenn er den Neubau des Entenhausener Rathauses beschleunigen will, indem er die Stahlträger mit Kaugummi zusammenklebt (MM 15/68).

Das sind eben "Comics", die ihrem Namen alle Ehre machen!


Optionen: AntwortenZitieren
Gute Primus von Quack-Geschichten
Datum: 19. Oktober 2003 22:22

Coolwater hat geschrieben:

> In den italienischen Geschichten hingegen war er eine
> tatsächliche Persönlichkeit, der an Wissenschaft und Erkenntnis
> interessierte Forscher, der als Gegenspieler des geldgierigen,
> nur am Profit hin orientierten Dagobert seinen Auftritt hatte.
> Ich erinnere da nur an die Geschichte mit der vierkantigen
> Amphore, vielleicht die beste Primus-Geschichte, die es gibt.
> (Bitte um allgemeines Brainstorming: gute Primus-Geschichten
> aus dem LTB!)

Irgendwie erinnere ich mich da hauptsächlich immer an LTB21 7:0 für Onkel Dagobert, in dem PvQ einen mehr oder minder gelungenen Auftritt hat. Nur die Art und Weise, in der er sich am Ende von Onkel Dagobert übertölpeln läßt, hat mich schon immer irritiert. Ungefähr 313 Doktorhüte hat der Mann und wird dann von einem Laien (und das ist Bertel auf diesem Gebiet allemal gewesen) so linken, sehr seltsam.



Duck auf
Alex

Ich bin ein Ukrainer (sehr frei nach John F. Kennedy)

Ungläubiger
Kenntnisnehmer
Russischer
Aggressionen
In
Nahegelegenen
Europäischen
Regionen

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Supergoof
geschrieben von: DasLeuchtkamel ()
Datum: 20. Oktober 2003 00:00

Um hier mal deutlich als Donaldist zu sprechen grinning smileyONALD ist eine komplexe Persönlichkeit ,seine Großmannsuchst , seine Höhen und Tiefen ,seine Leidensfähigkeit seine Wutausbrüche ...etc.etc. machen aus IHM eine Figur bei der sich Tragödie und Komödie die Klinke in die Hand geben.
Goofy hingegen ,auch in seiner Rolle als Supergoof ist einfach nur ein TROTTEL und Trottel sind nur sehr bedingt komisch. Ihm fehlt alles ,was Donald im Überfluß hat ,nämlich Tiefgang. Er ist einfach nur konstruiert um der unsäglich klugscheißerischen Maus einen doofen Gegenpart zu liefern. Über Donald kann ich lachen ,weil ich mich mit seinen Motiven idendifizieren ,oder sie zumindest nachvollziehen, kann.
Mit einem Blödmann wie Goofy gelingt das einfach nicht. Ganz davon abgesehen ist es ärmlich über einen offensichtlich Schwachsinnigen zu lachen!!!!!!!!!!!
Duck auf
Thomas



Duck auf, Maus raus!

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Weihnachtslieder
geschrieben von: DasLeuchtkamel ()
Datum: 20. Oktober 2003 00:05

Wie dem auch sei ,in MEINEM Weihnachtsliederrepertoir ist dieses Lied der absolute Hit ;-)

Optionen: AntwortenZitieren
Geistige Behinderung kein Lachgrund
geschrieben von: Daune ()
Datum: 20. Oktober 2003 09:48

Goofys offensichtliche geistige Behinderung sollte wirklich kein Grund zum Lachen sein. Supergoof ist eine lächerliche, aber nicht komische Figur. Der einzig ehrenhafte LTB - Versuch, Goofy sozusagen gesellschaftsfähig zu machen, ist "Indiana Goof", der sich jedoch ebenso wie Phantomias inzwischen erledigt hat.
Daß Donald und Dagobert die einzigen wirklich tiefen Figuren sind, ist sicher den meisten von uns klar. Wobei Dagobert im LTB-Bereich im klassischen Sinne spannendere Geschichten liefert wegen größerer Fallhöhe (drohender Verlust des Duckschen Imperiums). Hier spielt er unseren Donald klar an die Wand und man muß sich überlegen, ob das so eigentlich auf Dauer in Ordnung ist.
Daune

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Geistige Behinderung kein Lachgrund
geschrieben von: DasLeuchtkamel ()
Datum: 20. Oktober 2003 10:52

Daune hat geschrieben:


> Daß Donald und Dagobert die einzigen wirklich tiefen Figuren
> sind, ist sicher den meisten von uns klar. Wobei Dagobert im
> LTB-Bereich im klassischen Sinne spannendere Geschichten
> liefert wegen größerer Fallhöhe (drohender Verlust des
> Duckschen Imperiums). Hier spielt er unseren Donald klar an die
> Wand und man muß sich überlegen, ob das so eigentlich auf Dauer
> in Ordnung ist.
> Daune

Das gleiche Problem ist in noch größerem Maße bei Don Rosas Onkel Dagobert Geschichten zu sehen . Donald wirkt in diesen Geschichten oft wie eine dämliche Randfigur. Hier schließt sich der Kreis zur Ausgangsfrage ."Problem Don Rosa"

Optionen: AntwortenZitieren
Re: Supergoof
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 20. Oktober 2003 14:12

Das Schwarze Phantom hat geschrieben:

> Für mich besteht das Entenhausener Universum aus zwei
> Kernbereichen [dem Duck- und dem Maus-Bereich] sowie diversen
> Nebenbereichen [Dumbo-, Wolf-, Strolchi-, Adlerauge- etc.
> etc.]. Da ich dem Maus-Bereich im Prinzip das gleiche Gewicht
> zubillige wie den Ducks, gehört für mich Goofy resp. Supergoof
> natürlich zu den zentraleren Charakteren.
>
> Und bei Supergoof gibt es schließlich häufig relativ groteske
> Situationen bzw. Auslassungen, etwa wenn er mit einem Nieser
> die ganze Altstadt von Entenhausen in Schutt und Asche legt
> (DDT 24, S.38) oder wenn man im Begleittext liest: "Wenn
> Supergoof vor Scham errötet, wird alles ringsum blendend
> hell..." (DDT 272, S.84).
> Nicht von Pappe sind auch die Supernüsse, die selbst bei
> technischem Gerät ihre Wirkung entfalten: in MM 36/77, S.19
> entsteht auf diese Weise ein "Superhubschrauber".
> Herrlich naiv auch Supergoofs Aktivitäten, etwa wenn er den
> Neubau des Entenhausener Rathauses beschleunigen will, indem er
> die Stahlträger mit Kaugummi zusammenklebt (MM 15/68).
>
> Das sind eben "Comics", die ihrem Namen alle Ehre machen!
>
>

Supergoof gehört für mich nicht zum Maus-Bereich im eigentlichen Sinne, sondern ist eher eine gelegentlich auftretende Deformations- oder Degenerationserscheinung des Mausismus. Es ist ja gerade das Charakteristikum echten Maustums, daß Maus dort die führende, aktive Position innehat und Goofy das Geschehen durch Slapstick und Geblödel auflockert. Bei Supergoof nun steht Maus bestenfalls im Hintergrund und fungiert als Claqueur für den "Helden" Supergoof. Dieser wiederum ist durchaus, was Charakter, Intelligenz und Auffassungsgabe anbelangt, der alte Goofy, aber nun mit quasimagischen "Superkräften" ausgestattet. Das ist überhaupt nicht komisch, sondern vollkommen hirnrissig.

Optionen: AntwortenZitieren
Hirnrissig/Nebenfrage zum Stadtplan
geschrieben von: Daune ()
Datum: 21. Oktober 2003 09:14

So ist es! Goofy als Supergoof ist im Grunde noch bescheuerter, weil er mit den Superkräften überhaupt nicht umgehen kann. Und wie auch bei Phantomias wird nicht klar, in welchem Zusammenhang Goofy nun über das "Superheldenpotential" verfügt und wann nicht. Es steht Donald ja auch nicht in jeder Geschichte zu Gebote, zu Phantomias zu werden.
Ich glaube nicht, daß wir die Urgründe des Mausismus jemals durchdringen werden oder auch nur sollten.

Zum Entenhausener Stadtplan: Es dürfte doch klar sein, daß auch zu Barks' Zeiten die Mäuse in Entenhausen gewohnt haben. Wird dem wohl Rechnung getragen werden oder wird man sich darüber hinwegsetzen? Denn auch dies ist eine geophilosophische Dauerfrage: Wie sind Mäuse und Enten geographisch über Entenhausen verteilt?

Daune

Optionen: AntwortenZitieren
Duckburg mäusefrei
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 21. Oktober 2003 13:57

Daune hat geschrieben:

> Zum Entenhausener Stadtplan: Es dürfte doch klar sein, daß
> auch zu Barks' Zeiten die Mäuse in Entenhausen gewohnt haben.
> Wird dem wohl Rechnung getragen werden oder wird man sich
> darüber hinwegsetzen? Denn auch dies ist eine geophilosophische
> Dauerfrage: Wie sind Mäuse und Enten geographisch über
> Entenhausen verteilt?

Soweit ich weiß, ist das Zusammenlegen von Duck- und Maus-Universum in eine einzige Stadt - Entenhausen - eine deutsche Spezialität. In den amerikanischen Geschichten wohnen die Ducks in dem uns bekannten Duckburg, Micky Maus und Konsorten hingegen in einem Ort namens Mouseton. Ebenso in Italien: Paperinopoli und Topolinopoli, wenn ich mich nicht irre.

Optionen: AntwortenZitieren
Nachtrag
geschrieben von: Coolwater ()
Datum: 21. Oktober 2003 14:03

Coolwater hat geschrieben:

> Paperinopoli und Topolinopoli, wenn ich mich nicht
> irre.

Ich irrte. Paperopoli und Topolinia sind die Namen der "Lokäischens". Ich führe zu meiner Entschuldigung an, daß ich der welschen Zunge nicht mächtig bin.



Beitrag geändert (21.10.03 14:05)

Optionen: AntwortenZitieren
Seiten: vorherige Seite123456nächste Seite
Aktuelle Seite: 4 von 6


Dein vollständiger Name: 
Thema: 
Spam prevention:
Please, enter the code that you see below in the input field. This is for blocking bots that try to post this form automatically.
 ********  ********   *******    *******   ******** 
 **           **     **     **  **     **  **       
 **           **            **  **     **  **       
 ******       **      *******    ********  ******   
 **           **            **         **  **       
 **           **     **     **  **     **  **       
 ********     **      *******    *******   **       
This forum powered by Phorum.